Archiv für November 2012

Polizeigewalt und Rassismus

Am 17.Oktober wurde ein Mann in Frankfurt von Polizisten getreten und geschlagen, weil er das Anlegen von Handfesseln verweigert hatte.

Seine Frau war mit ihrem dreijährigen Sohn auf dem Heimweg als sie von Kontrolleuren aufgehalten und des Schwarzfahrens bezichtigt wurde. Und als ihr Verlobter hinzukam und die Situation aufklären wollte, wurde dieser von den Kontrolleuren blöd von der Seite angeredet, woraufhin seine Partnerin vorschlug die Polizei zu verständigen.

Die Polizeibeamten erschienen dann auch zu viert (wegen Schwarzfahren!), ein Beamter zog seine Handschuhe an, was als Vorbereitung auf eine bevorstehende Festnahme gedeutet werden kann.
Die Einsatzkräfte wollten nur die Version der Kontrolleuren hören, nicht die des Mannes und auch nicht die seiner Verlobten, sie wollten nur die Ausweise der beiden sehen.

Als er sagte dass er nur seine Firmenausweis und nicht den Personalausweis bei sich trägt und das das alles sowieso nur ein Missverständnis sei, wird seine Verlobte beseite gestoßen und der Mann im Beisein des dreijährigen Sohnes an die Wand gedrückt.

„Wir nehmen ihn mit“, sagte einer der Polizisten.

Daraufhin wurde er von den Beamten nach draußen vor den Streifenwagen gezogen, wo er seine Taschen ausleeren musste und als er sich beschwerte, dass die „Freunde und Helfer“ die Visitenkarten seiner Kunden über den Boden verstreuten wurde er als „Dummschwätzer“ bezeichnet.

Als sie ihm Handschellen anlegen wollten verweigerte er das mit der Begründung, er sei nicht kriminell, er müsse doch nur seinen Ausweis von Zuhause holen. Und er sagte er lasse sich nicht ohne Grund festnehmen, woraufhin der Polizist entgegnete „Ich zähle bis drei.“
Das Opfer fragte ihn „Und was kommt dann?“. Ohne Antwort auf die gestellte Frage zu geben, zählte der Polizist bis zwei und schlug dem Mann ins Gesicht.

Er ging zu Boden. Sofort wurde er von den Beamten aufgehoben, gefesselt und mit der Faust gegen Brust und Nieren geschlagen und gegen das Knie getreten.

Seine Verlobte fand ihn später in seiner Wohnung im
Schlafzimmer bewusstlos auf dem Boden liegen.
Die Polizei hatte sich einfach Zutritt verschafft und den Ausweis an sich genommen.
Einen ankommenden Krankenwagen hatten sie versucht, wegzuschicken.
Als sie an sein Bett trat, fragten sie seine Verlobte nach dem Ausweis.

Am Tag darauf im Krankenhaus stehen zwei Beamte an seinem Bett, um ihn zu verhören. Als er auf seinen Gesundheitszustand verweist, meint einer der beiden, er lasse sich „nicht verarschen!“
Sie gehen erst, als sie vom Geschäftsführer der Klinik zum Gehen aufgefordert werden.

Wenig später stehen wieder vier Beamte an seinem Bett in der Klinik und als seine Verlobte sie erneut zum Gehen auffordert, wollen auch sie ihren Ausweis sehen.

Warum kommt dieser Fall in die Tagesthemen, obwohl derartige Polizeigewalt in Tateinheit mit Amtsmissbrauch ständig stattfindet?

Der Grund dafür ist leider folgender: Der Mann ist afrikanischer Herkunft und darum ist es wichtig, den Übergriff durch die Staatsgewalt öffentlich zu thematisieren. Die Hautfarbe, die sonst egal sein sollte, spielt in diesem Falle leider eben doch eine Rolle. Es ist fraglich, ob gegen eine Person, die äußerlich „deutsch“ aussieht, genauso vorgegangen worden wäre und ob die Polizei genauso dringend den Ausweis des Mannes und seiner Verlobten hätte sehen wollen.

Also müssen wir wieder festellen, dass Rassismus in diesem Land immer noch eine Rolle spielt.

Polizeigewalt ist überall ein Problem und das Problem liegt im Kern dieser staatsfixierten und obrigkeitshörigen Gesellschaft.

Rassismus ist immer noch und überall ein Problem.
Wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe schärfer kontrolliert werden oder sogar Opfer von Gewalt werden, ist das Rassismus.
Wenn Menschen durch Presse und Stammtisch aufgehetzt werden und dann andere Menschen angreifen, weil diese aus anderen Ländern kommen, dann ist Rassismus tödlich.

Rassismus tötet!

Gruppe „La Resistance“

WENN MAN NICHTS GESCHEITES ZU SCHREIBEN HAT…

Wer kennt sie nicht, wer hat sie noch nicht gelesen. Die Bild! Eine der meist gelesenen und berühmtesten Zeitungen Deutschlands. Und somit auch die, die am meisten Einfluss auf die Menschen dieses Landes ausübt. Überparteilich und Unabhängig hält sie sich. Artikeln wie „1. Heimspiel in Danzig“ zur EM lassen immer mehr den Anschein zu, sie sei doch mehr im Rechten Spektrum, wobei sie sich nicht mehr mit der Ausrede sie sei lediglich provokant herausreden kann. Ich lese sie meist in der Arbeit, einmal um zu sehen mit was die Menschen diesmal verblödet werden, aber auch um zu sehen wie man diesmal den Leser beeinflussen will oder wirklich wichtige Ereignisse vertuschen oder überspielen möchte. Und rege mich jeden Tag von neuem darüber auf was sie berichten, sodass mir nicht einmal mehr der Kaffee schmeckt! Warum? Fangen wir doch einfach mal an:

Es fängt schon bei der Titelseite an. Es passiert so viel auf dieser Welt was wichtiger ist, als Markus Lanz mit „Wetten dass…“ und Tom Hanks mit Katzenmütze als Schlagzeile zu nennen. Ich wende mich von diesem schrecklichen Bild schnell ab und wandere mit meinen Augen nach unten. Die täglichen Gewinner/Verlierer, die die Bild erkoren hat. Meist irgendwelche Menschen, die die Druckertinte nicht einmal wert sind bis hin zu ihrem, meiner Meinung nach, neuem Lieblingsopfer – Den Piraten. Ich möchte hier an dieser Stelle klarstellen, dass ich ihn diesem Artikel zu keiner Partei meine Sympathie aussprechen möchte, wenn überhaupt will ich sie kritisieren! Mit schwachen Argumenten werden hier Leute an den Pranger gestellt, bzw. gehypt , weil sie ach so tolles geleistet haben – oder eben nicht. Nun gut, bis jetzt schmeckt der Kaffee noch. Ich blättere um und freue mich auf ein wenig Politik. WAS? Nur eine Seite? Wobei mir doch eigentlich der Großteil recht geben müsste, dass Politik doch eines der wichtigsten Themen ist, die es gibt. Schließlich ist es doch unsere Rente, die gekürzt wird, oder unsere Steuergelder, die veruntreut werden. Davon abgesehen ist dieser „politische“ Teil so unansehbar gestaltet, dass das Zielpublikum gar keine Lust mehr hat, diesen zu lesen. Doch ich lass mir mein Interesse an Politik dadurch nicht vergraulen. Meist links-oben teilt jeden Morgen ein gewisser Franz Joseph Wagner seine Meinung zu politischen Themen mit uns. POST VON WAGNER. Ich frage mich, seit ich seinen ersten Artikel gelesen hab, ob wohl fürs er schreiben bezahlt wird, oder ob er dafür zahlen muss, dass seine Kolumne überhaupt gedruckt wird.Ich gebe hierzu mal zwei Beispiele:

Im ersten beziehe ich mich auf den Artikel vom 6.11.12. Lieber Mitt Romney,… . Diesmal geht es um den US-Präsidenten und dessen Herausforderer Mitt Romney. Er schreibt das beide Außenseiter sind. Zum einen Obama, weil seine Vorfahren versklavt worden sind(schade das Afroamerikaner noch immer Außenseiter sind, weil ihre Vorfahren unter Amerikas damalige Kapitalisten leiden mussten), und weil, ich zitiere „Obamas Urvorfahren waren Sklaven. Und ihre Urvorfahren lebten in der Vielweiberer“. Zum anderen Mitt Romney, weil er Mormone ist, wobei doch in erster Linie die Religion eines Menschen total irrelevant ist, solang er sie für sich selbst auslebt. Sein Urgroßvater hatte auch mehr als eine Frau, nämlich 5. Was laut Mormonischem Gesetz verboten ist. Bei Obamas Urvorfahren ist es „Vielweiberer“ während es bei Mitt einfach nur 5 Frauen waren? Hm ok, wenn er meint. Wegen der religiösen Einstellung Mitts, wäre er für ihn ein Alptraumpräsident. Wobei Herr Romney ausdrücklich gesagt hat, seine Religion würde keinerlei Einfluss auf seine Politik nehmen. Nun gut, er ist Politiker, die behaupten viel vor der Wahl.

Der zweite Artikel stammt aus der Bild-Ausgabe des folgenden Tages, dem 7.11.12. Liebes Amerika,… . Hier preist er Amerika ganz großspurig an. Es habe im Endeffekt ja nur Gutes an sich. Dass Amerika immer sein Amerika bleiben wird. Egal, welcher Präsident gewählt werden würde. (Das Wahlergebnis stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest) Er zählt nun auf das Amerika, dass Deutschland von den Nazis befreit habe. Stimmt auch, und dass sollte auch jeder anerkennen.Natürlich habe Amerika auch die bösen Kommunisten vertrieben. Wobei sich jeder seinen Teil zur DDR denken kann und soll. Und seine erste Schokolade wurde ihm, wie er wortwörtlich schreibt, von einem GI 1945 in den Mund geschoben. Selbst als die gemeinen Russen Berlin aushungern wollten, flog Amerika Lebensmittel in die Stadt. Und sein absoluter Höhepunkt, was das Beste an ganz Amerika sei, ist für ihn der Internationale Hafen der Demokratie. Moment, Amerika und Demokratie? Es ist sogar so demokratisch, dass Georg Bush damals Präsident wurde, obwohl die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung seine Stimme NICHT für ihn abgegeben hat, dank seines, ich nenne es mal fragwürdigen und komplizierten Wahlsystems. Ach, und demokratischem natürlich! Desweiteren benutzt Amerika immer wieder gerne den Deckmantel namens Demokratie, um in Länder einzumarschieren und sie ihrer Ressourcen zu erleichtern. Weiter nennt er zwei Dinge, die an Amerika nicht so schön sind. Dinge die wichtiger sind als die eben genannte Kriegstreiberei, die Versklavung von Afrikanern, die anschließende fortwährende Unterdrückung der Schwarzen und den Rassengesetzten und natürlich Guantanamo. Wobei zu betonen ist, dass kein Mensch auf dem Boden der USA gefoltert wird! Deshalb eben auf Guantanamo. Diese zwei Dinge sind, der Krieg gegen die Indianer und Urvölker Amerikas, was ich natürlich auch auf das strengste verurteile und, wie er schreibt, auf Büffel geschossen wurde. Aber da ja heutzutage kein Präsident auf Büffel schießt, ist es ihm egal wer Präsident wird. Ich dachte Mitt Romney wäre für ihn ein Alptraum. Meine Meinung zu Herrn Franz Joseph Wagner ist, er solle sich lieber einem Job widmen der ihm eher liegt. Ich behaupte sogar, dass er einen leichten Hauch einer Tendenz nach Rechts habe. Nicht umsonst habe er ja schließlich auch für Franz Joseph Strauß gearbeitet/geschrieben.

Nun fahren wir fort. Wir waren beim politischen Teil. Der Rest ist meistens ein belangloses Geplänkel über irgendwelche Reformen, ab und zu wird klar , dass die BILD nicht überparteilich ist, sondern eher zu den brau… oh Entschuldigung , zu den Schwarzen hält, sprich CDU/CSU. Natürlich haben sie auch ein Feindbild. Was im Falle dieses Käseblattes meiner Meinung nach ganz klar die Piraten sind. Wenn man so schon keinen Grund findet etwas gegen sie zu schreiben, dann schreibt man halt Unwahrheiten oder lässt einfach die wichtigsten Informationen weg. Ich nenne hier nur einen von leider viel zu vielen halbwahren bzw. gelogenen Artikeln dieser Zeitung. Schon damals zu Zeiten Benno Ohnesorgs, der als unbewaffneter und friedlicher Demonstrant von einem Polizisten erschossen worden ist, hieß es „Wer Terror produziert, muß Härte in Kauf nehmen“. Fehlinformiert wurde auch, als im April 1967 Studenten gegen den Vietnamkrieg protestierten und Farb-/Mehl-/Puddingbeutel auf den US-Vizepräsidenten werfen wollten. Bild titelte „Bombenanschlag auf US-Vizepräsidenten“ und schrieb von „Bomben und hochexplosiven Chemikalien“ und „sprengstoffgefüllten Plastikbeuteln“. Ich könnte so weiter machen mit realitätsfernen Artikeln über ihren ewigen Gegner Rudi Dutschke, „Dutschke, der sich später den Grünen anschließt, ertrinkt Heiligabend 1974 in der Badewanne“. Noch nie kam jemand, der sich gegen das System und den Staat stellte ohne ein blaues Auge bei dieser Zeitung davon. Meine Meinung dazu? Sie ist ein klares Sprachrohr des Staates um die Mehrheit der Bevölkerung mithilfe dieses Mediums zu lenken und ihnen Meinungen und Einstellungen in ihre Köpfe zu stopfen! Mich wundert es schon lange nicht mehr, dass die RAF sauer auf den Axel-Springer-Vertrieb war. Auch ein guter, neuerer und aktuellerer Artikel ist vom 18.09.2012. Der Name des Artikels war „PIRATEN-AUTORIN JULIA SCHRAMM VERBIETET GRATIS-DOWNLOAD“ . Sind die Piraten plötzlich gegen ihre eigenen Prinzipien? Kaum ist das Buch der Piratin Julia Schramm im Internet, geht sie vor Gericht. Hat die Piratenpartei vergessen, dass sie für „das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern, um die allgemeine Verfügbarkeit von Information, Wissen und Kultur zu verbessern, denn dies stellt eine essentielle Grundvoraussetzung für die soziale, technische und wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Gesellschaft da“ wie die BILD schreibt. Und somit wischen sie der Piratenpartei einmal wieder gehörig eins aus, und das nicht nur einmal. Nein, Julia Schramm wird in gefühlten 100 Ausgaben genannt , ganz zu schweigen von der prinzipienlosen Piratenpartei, da es ja für die Bild nichts wichtigeres gibt als ihr Feindbild, die Piratenpartei und zu Zeiten der Krise die Griechen!!! Man schimpft nicht auf die Politiker und Kapitalisten die maßgeblich für die Krise verantwortlich sind sondern nur auf das griechische Volk das sich mit letzter Kraft versucht zu wehren. Nun ich berichtige mal den Artikel der überparteilichen und mehr als „informativen“ BILD. Nicht Julia Schramm war es die vor Gericht ging, sondern der Verlag, dem sie ihr Buch gab. Aha, so war das nun, liebe BILD.Woher hattest du bitte deine Informationen her? Abgesehen von Julia Schramm erscheint ca. 2x oder mehr in der Woche ein kleiner Artikel über die schwindenden Wählerstimmen der Piratenpartei, bzw. darüber, dass ihr Freibeuterschiffchen absinke. Mich wundert es nur, dass mittlerweile weltweit Piratenparteien am Festland ankern, (z.B. Russland, Österreich, Amerika…) und auch hier in Deutschland bisweilen nur Erfolge hatten. Nun gut, den nachlassenden Hype der Piratenpartei in Deutschland muss man nun doch abziehen. Kritik an Parteien? Die BILD ist ja ÜBERPARTEILICH, was ja nun nichts anderes heißen sollte wie NEUTRAL. Kritik ja, aber nur wenn es sich hierbei um die Opposition handelt. Grüne, Linke, Piraten… bekommen nur zu oft eine gewischt. Über die Regierung wird nur selten gemeckert. Auch nur dann, wenn sie es schreiben muss, um die Kritik nicht anderen Zeitungen zu überlassen. Überraschend wenig wird auch über mittlerweile sehr wichtige Themen berichtet. Wie zum Beispiel über das paranoide Schreddern von Akten des Verfassungsschutzes und/oder die NSU. Man schreibt nur am Rande, damit “man es auch geschrieben hat“. Ok, nun haben wir eine einzige spärliche Seite oberflächliche Politik hinter uns.

Ich frage mich nun schon, ob ich meinen Kaffee gleich wegschütten oder lieber hinunterstürzen soll, denn die Lust am Essen ist mir schon lange vergangen. Nun, was hat die eine der meist gelesenen Tageszeitung denn noch alles zu bieten? Artikel, bei denen man sich wirklich an den Kopf langt, weshalb zur Hölle so etwas abgedruckt wird. Und warum genau diese Zeitung auch noch so erfolgreich ist. Es können doch nicht alle Käufer dieses Blattes so dämlich sein. Ein selten dummer Artikel, der sich in mein Gedächtnis gebrannt hat, ist „DIE WC-ENTE GIBT’S WIRKLICH“. Mich wundert es noch immer, warum man nicht gleich darüber schreibt, dass in China ein Sack Reis umgefallen ist. In Zeiten von NSU, Verfassungsschutz, Kontrollwahn des Staates; sprich INDECT, und ACTA, wurde meines Wissens noch nie, wenn ja, einmal kurz darüber geschrieben. Von Rentenkürzungen, Skandale von Politikern und Dingen die uns eigentlich auf die Straße bewegen sollten sind solche trotzdem solche Artikel das Hauptaugenmerk solch einer großen Zeitung. Partei zum Staat und dessen Einstellung ergriffen, sei es auf dem Rechten Auge blind zu sein bis hin zu Tendenzen wo ich nur sagen kann, dass es kein Wunder ist, dass die Farben der BILD Schwarz-Weiß-Rot sind, hat sie auf jeden Fall. Kein Zufall, dass Axel Cäsar Springer, der Gründer des Axel-Springer-Verlags, Deutschlands größtem Verlag der auch die Bildzeitung druckt, in den braunen Jahren zur Führungsetage NS-gleichgeschalteter Medien des Unternehmens „Altonaer Nachrichten“ gehörte. Nebenbei, ein weiteres Indiz für meinen Vorwurf, sie seien immer noch tief Braun: Die Redaktion schenkten dem griechischen Finanzminister eine preußische Pickelhaube mit dem Ziel, er solle sich doch einmal ein Beispiel an der „GROSSARTIGEN PREUSSISCHEN FINANZPOLITIK“ nehmen. Wo der preußische Kapitalismus hinführte weiß jeder der in Geschichte aufgepasst hat. Der Enten-Artikel ist einer der vielen unnötigen und niveaulosen Artikeln, die diese Zeitung täglich veröffentlicht.

Das Medium aus Druckerschwärze und Papier hat aber noch mehr zu bieten. Wenn verzweifelt nach einem guten Artikel sucht, stößt man nicht selten auf Anzeigen mit Telefonnummern von meist reiferen, alleinstehenden Frauen, die eine gewisse Lust verspüren. 1. Liebe BILD, wer ruft da heut zu Tage noch an? 2. In einer Tageszeitung, meiner Meinung nach, total fehl am Platz.
Nun kommt man langsam zum Ende der Zeitung, den Kaffee hab ich nun doch weggeschüttet. Den überproportional großen Sportteil, im Vergleich zum natürlich total unwichtigen Politikteil, muss ich erst einmal überwinden (Ich bin eher der Sportmuffel). Ich muss dazu sagen, ich liebe Kreuzworträtsel. Ich habe die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen, aber der Schwierigkeitsgrad dieses Rätsels, den die BILD voraussetzt, liegt wirklich im Keller. Ich war wirklich überfordert, gewohnt an die Nichtschwierigkeit der BILD, als ich ein Kreuzworträtsel einer lokalen Tageszeitung versuchte. Die letzte Seite besteht meist aus irgendwelchem Klatsch und Tratsch sowie Paparazzi Aufnahmen von irgendwelchen A/B/C/D-Promis in misslichen Lagen. Und! Ich wiederhole UND! dem IN/OUT- Feldchen. Ich finde es eins aufs andere Mal witzig, wie die BILD es tatsächlich versucht, irgendeinen belanglosen Müll als „Trendy“ oder „Out“ aufzuzwängen. Wie zum Beispiel, dass Haargummies mit Metallklammer zum Haar aufreiben sind, während selbstgemachte Fruchtsäfte unbedingt der neuste Schrei sein müssen.

Glücklicherweise kommt gerade mein Chef um mir zu sagen, dass ich endlich anfangen soll zu arbeiten. Ein glücklicher Zufall, denn ich hab jede Menge Ärger in mir über eine Zeitung, die die Mehrheit der Bevölkerung, ohne viel darüber nachzudenken, was sie da eigentlich lesen und wie sie dadurch beeinflusst werden, beeinflusst. Eine Zeitung, die keineswegs überparteilich bzw. unparteiisch ist. Ein Tagesblatt, dass versucht, und es leider immer öfters schafft, Gedankengut das immer wieder potentiell RECHTS und\oder im Interesse des Staates ist, zu verbreiten. Eine Zeitung, ein Medium, dass sich meines Erachtens vom Staat lenken lässt, um die Einwohner diesen Landes strategisch zu verblöden, und um ihre Augen von wirklich wichtigen Dingen in der Politik und ähnlichem abzulenken. Auf Enten die in Klos fliegen, ich nenne es mal „nette“ BILD-Girls und seit neuestem auch die „Dorf-Soap“. Ein Revolverblatt, dass Werbung für die Bundeswehr macht, den Staat in keinster Weise kritisiert, Kriegseinsätze bedingungslos befürwortet, der Opposition das Wort im Mund verdreht und von den Machenschaften des Staates ablenkt, in dem sie belanglose Artikel über irgendetwas schreiben. Eine Zeitung , die auf legale Weise Volksverhetzung im großen Stil betreibt. Rechtes Gedankengut muss nicht immer nur von eindeutigen Quellen kommen, einer der größten Vertreiber liegt meist täglich auf unseren Tischen! Solange sich die Mehrheit der Bevölkerung von solchen Medien wie der Bild systematisch verblöden lässt, wird es nie ein BESSERES Morgen geben.

GEGEN DIE VERBLÖDUNG DURCH DIE MEDIEN!

- La Resistance Ingolstadt