Archiv für Juni 2013

Flugblatt zur Aktion: Krieg ist kein Funsport-Schluss mit der Militarisierung der Jugend!

Die Bundeswehr veranstaltet an diesem Wochenende ein dreitägiges Beachvolleyball-Turnier in der Ingolstädter Kaserne. Was will sie damit bezwecken? Will sie die Jugend zu mehr sportlicher Aktivität und Gesundheitsprävention motivieren?
Seit dem Jahr 2002 organisiert das Militär jährlich stattfindende Jugendsportevents. Die erste Veranstaltung dieser Art fand in Warendorf an der Sportschule der Bundeswehr statt. 1.200 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16-17 Jahren konnten sich hier im Rahmen der sog. „BW-Olympix“ in verschiedenen Sportarten messen. Seit dem Jahr 2005 findet „BW-Beachen“ jeweils im Jährlichen Wechsel mit dem „BW-Olympix“ als eigenes Event statt. Nach Ingolstadt kommen Jugendliche aus insgesamt 7 verschiedenen Bundesländern.
Neben spannenden Wettkämpfen bietet das Militär hier ein breites Programm an an. Ein DJ des Truppensenders „Radio Andernach“ sorgt für den passenden musikalischen Rahmen. Oft ist auch die Big Band der Bundeswehr mit dabei. 2009 präsentierte die Tanzgruppe „Dance Factory“ in einer Modenschau die neueste Tarnkleidung der Bundeswehr.
Soldaten die in Kriegseinsätzen wie in Afghanistan oder Jugoslawien waren, stehen bereit um den Minderjährigen ihre Kriegsberichte zu schildern. Man kann Panzer und anderes Kriegsgerät direkt neben den Wettkampfstätten besichtigen und auch schon mal probesitzen. Auch eine eigens eingeflogene Kampfdrohne gab es bereits zu besichtigen. Eine Spezialeinheit der Marine demonstrierte das Entschärfen einer Seemine.…
Professionell geschulte „Jugendoffiziere“, dem „Amt für Information und Kommunikation“ der Bundeswehr (früher „Amt für psychologische Kriegsführung“) zugeordnet, fungieren als Ansprechpartner zu Fragen der Außen und Innenpolitik und betreuen die Jugendlichen in den drei Tagen.
Das Ziel dieser Sportevents ist es, „Jugendliche über ein großes Event mit der Bundeswehr in Kontakt zu bringen und ihnen dadurch eine eigene, vorurteilsfreie Meinung über die Streitkräfte zu ermöglichen.“ (Bundeswehrzeitschrift „aktuell“) Wie „vorurteilsfrei“ die Informationen sind, die die Jugendlichen hier bekommen, geht aus den Richtlinien für die Arbeit der „Jugendoffiziere“ hervor. Demnach ist es Aufgabe der Jugendoffiziere dafür zu sorgen, dass in jedem Fall ein positives Bild von der Bundeswehr entsteht. Zu Sicherheitspolitischen Fragen der Innen- und Außenpolitik dürfen sie keine vom Bundesministerium der Verteidigung abweichenden Auffassungen vertreten! In der öffentlichen Darstellung der Bundeswehr dienen diese Veranstaltungen nur der „Information“ und der „Öffentlichkeitsarbeit“. Es gehe in keinem Fall darum junge Menschen für das Militär zu rekrutieren oder sie zu beeinflussen. Stimmt das? Wieso wies dann der ehemalige Kriegsminister in seiner Eröffnungsrede beim „BW-Beachen“ im Jahr 2009 explizit darauf hin, dass es bei der Bundeswehr „abwechslungsreiche und attraktive Berufsfelder“ gebe? Im Jahr 2004 war in der Bundeswehrzeitschrift „aktuell“ folgendes über die in diesem Jahr stattgefundenen „BW- Olympix“ zu lesen: „Hier wurden die Teilnehmer ganz nach militärischem Vorbild, in Züge und Gruppen eingeteilt. Auf diesem Weg konnten die Jugendlichen die Streitkräfte kennenlernen, denn schließlich dienten die BW-Olympix auch dazu, die Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren.“ Es geht angeblich nicht ums rekrutieren aber bewerben für diese Sportevents darf sich nur wer auch in die Bundeswehr darf. Jugendliche mit einer anderen Staatsbürgerschaft als der deutschen, schließen die Teilnahmekriterien aus.Neben den Jugendoffizieren sind dann auch gleich sog. „Wehrdienstberater“ vor Ort.
Die besten Mannschaften können eindrucksvolle Preise gewinnen. In diesem Jahr gibt es z.B. eine Reise mit der Luftwaffe nach Sardinien inklusive Teilnahme am taktischen Ausbildungskommando der Bundeswehr, eine Segelfahrt mit der Marine nach Dänemark, einige Tage in Dresden wo man den Sanitätsdienst der Bundeswehr kennen lernen kann oder eine Klettertour mit den Gebirgsjägern in den Alpen zu

gewinnen. Das alles Spricht für sich dass es nicht nur um Information geht sondern um „pures Rekrutieren“. (ARD Jugendmagazin Echtzeit „Baggern für den Bund“)
Mit Landsergeschichten und Erzählungen von deutsche Kriegshelden wie noch zu Opas Zeiten, damit kann man uns heute nicht mehr fürs Militär begeistern. Heute wie damals gilt aber: Wer die Jugend hat, hat die Armee! Die Sportveranstaltungen sind hierbei nur ein Teil einer groß angelegten Werbeoffensive der Bundeswehr.
Vielleicht wurde bei euch an der Schule auch schon mal das Planspiel „Politik und Internationale Sicherheit“ (Pol&IS) gespielt. Bei diesem Spiel können wir einmal in die große Weltpolitik schnuppern. Dabei sollen wir auch lernen dass Kriege heute wieder ein völlig normales Mittel der Politik geworden ist. So wie es auch die Bundesregierung in ihren Richtlinien über die Aufgaben und Ziele der Bundeswehr schreibt, um die wirtschaftlichen Interessen der Banken und Konzerne durchzusetzen.
Vielleicht waren bei dir im Unterricht schon einmal Jugendoffiziere die beispielsweise eine Sozialkundestunde zur Sicherheitspolitik gehalten haben. Oder eventuell waren deine Lehrer einmal bei einem Seminar der Bundeswehr eingeladen. Im letzten Jahr erreichte die Bundeswehr so 334.000 Schülerinnen und Schüler sowie 30.000 Lehrkräfte. Durch Kooperationsabkommen mit den Kultusministerien der Bundesländer, wie z.B. bei uns in Bayern, wird das Militär zu einem „Bildungspartner“ der Schulen. Auf Ausbildungsmessen präsentiert sich die Bundeswehr als „attraktiver Arbeitgeber“…
Wieso macht die Bundeswehr das alles? Seit einigen Jahren wird die Bundeswehr grundlegend umgebaut. Sie ist keine Armee mehr deren Aufgabe alleine in der Landesverteidigung besteht, so wie es das Grundgesetz eigentlich vorsieht. Für den aktuellen Verteidigungsminister gibt es schon heute kein Land der Erde mehr in dem die Bundeswehr nichts zu suchen habe! (MDR-Info 1.7.2012)
Mit über 9.000 Soldaten führt die Bundeswehr heute Krieg. In Somalia, Afghanistan, Jugoslawien,… In diesen Kriegen sterben tausende Menschen. Darunter auch immer wieder deutsche Soldaten. Viele kehren aus diesem Einsätzen mit schlimmsten psychischen Störungen (sog. „posttraumatischem Belastungssyndrom“) zurück und sind danach nicht mehr in der Lage ihr Leben zu meistern. Von der Bundesregierung und der Bundeswehr erhalten die betroffenen Familien kaum Unterstützung. Ganz zu schweigen von den Familien die ihre Angehörigen in den Kriegsgebieten verlieren.
Sollen wir heute wieder, wie schon einmal zwei ganze Generationen, den Kopf und das Leben geben damit für ThyssenKrupp, VW, Daimler, für die Deutsche Bank und Co. weiterhin die Milliardenprofite sprudeln? Nein das wollen wir nicht! Wenn Du noch Fragen hast zur Bundeswehr und ihren Einsätzen, wenn Du nicht Krieger oder Opfer sein willst, dann nimm mit uns Kontakt auf! Schreib einfach eine Email an: la-resistance-info@web.de.
Wir meinen:
Schluss mit den Werbeveranstaltungen der Bundeswehr!
Sofortige Kündigung der Kooperationsabkommen mit den Bildungsministerien!
Bundeswehr raus aus den Schulen, Universitäten und Betrieben!

„Krieg ist kein Funsport!“

Die Bundeswehr veranstaltet an diesem Wochenende ein dreitägiges Beachvolleyball-Turnier in der Ingolstädter Kaserne.
Junge Menschen aus ganz Süddeutschland sind dazu nach Ingolstadt eingeladen worden.
Sie verleben eine gute Zeit miteinander, haben Spaß, und werden, so ganz nebenbei, indoktriniert.

Professionell geschulte „Jugendoffiziere“, dem „Akademie für Information und Kommunikation“ der Bundeswehr
(früher „Amt für psychologische Kriegsführung“) zugeordnet, fungieren als Ansprechpartner zu Fragen der Außen und Innenpolitik und betreuen die Jugendlichen in den drei Tagen.

Zwar leugnet die Bundeswehr, dass Ziel dieses Events die Rekrutierung von Jugendlichen ist, aber bereits 2004 war in der Bundeswehrzeitschrift „aktuell“
folgendes über die in diesem Jahr stattgefundenen „BW- Olympix“
zu lesen: „Hier wurden die Teilnehmer ganz nach militärischem Vorbild, in Züge und Gruppen eingeteilt. Auf diesem Weg konnten die Jugendlichen die Streitkräfte kennenlernen, denn schließlich dienten die BW-Olympix auch dazu, die Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren.“

Es geht angeblich nicht ums Rekrutieren aber bewerben für diese Sportevents darf sich nur wer auch in die Bundeswehr darf.
Jugendliche mit einer anderen Staatsbürgerschaft als der deutschen, schließen die Teilnahmekriterien aus.#
Neben den Jugendoffizieren sind dann auch gleich sog. „Wehrdienstberater“ vor Ort.
Das alles spricht für sich. Es geht nicht um Information, Spaß und Sport, sondern um „pures Rekrutieren“.
(ARD Jugendmagazin Echtzeit „Baggern für den Bund“).

Das „Ingolstädter Bündnis gegen Militarismus und Krieg“, dem auch LARA und [’solid] Ingolstadt angehören, bezieht dagegen Stellung. Wir wehren uns gegen die schamlose Militarisierung der Jugend, die dreisten Anwerbungsversuche des Militärs.
Deswegen fordern wir alle die für den Frieden und gegen das staatlich organisierte Morden sind auf, am 8.6. zur Kundgebung zu kommen.
Kein Werben fürs Sterben!

Kundgebung gegen das Bundeswehrbeachen unter dem Motto „Krieg ist kein Funsport!“
am Samstag den 8.6. ab 15Uhr vor der Kaserne in der Manchinger Straße.