Hamburg bleibt recherchefrei!

In diesen Tagen liest und hört man immer wieder „Gewaltbereite Demonstranten greifen Polizisten an“, „Randale in Hamburg“ und „Linksradikale randalieren wieder“. Doch abgesehen von den Vorkommnissen sollte man eher die Berichte analysieren. Die Demonstration begann mit Redebeiträgen über das Bleiberecht der Flüchtlinge von Lampedusa, der Thematik der Esso-Häuser sowie deren Verfall, das in den Medien berichtete drohende Einstürzen dieser Häuser und die dadurch resultierende Gefährdung der Bewohner und die Räumung der Roten Flora. Von Anfang an war klar, dass die Demonstration außerhalb der Stadt stattfinden sollte, um möglichst wenig Politik in die Hamburger Innenstadt zu lassen. Kurz vor Start wurde ein Teil der Demoroute verboten. Die bis dato friedliche, wenn auch von den Beamten gekürzte Demo begann mit ca. 15 minütiger Verspätung und über 10.000 Demonstranten (laut Veranstalter). Doch nach etwa 20 Metern wurde die erlaubte und, um es noch einmal zu wiederholen, friedliche Demonstration gewaltsam von der Polizei unter Schlagstock-, Pfefferspray- und Wasserwerfereinsatz gestoppt und kurz darauf aufgelöst.
Dass 2000 Polizisten gegen die Demonstrierenden vorgingen und dabei Schlagstöcke, Faustschläge, Wasserwerfer und Pfefferspray einsetzten ist unstrittig. Unstrittig ist auch, dass danach Straßenschlachten entbrannten, unter denen sich auch Demonstranten befanden.
Wenn man sich nun aber Videos von Demonstranten und Zuschauern ansieht und mit den Berichten der vorherrschenden Presse vergleicht, wird es erst richtig Interessant!
Die Presse schreibt, dass die Polizisten ZUERST mit Böllern und Steinen beworfen worden sind und dann die Demonstration gewaltsam gestoppt haben. Voller Dreistigkeit wird sogar ein „Beweisvideo“ benutzt, dass eigentlich genau das Gegenteil zeigt. Man sieht einen zwar lauten, aber geordneten und friedlichen Demozug, der nach ca. 20 m von der Polizei angegriffen worden ist – ohne dass davor mit Steinen und Böllern geworfen wurde!

Auf einem anderen Video (Youtube hat das Video leider unter Jugendschutz gestellt, somit muss man angemeldet sein um es zu sehen), welches von der gegenüberliegenden Seite der Brücke aufgenommen wurde, kann man sehen, dass Polizisten mit Gegenständen von der Brücke beworfen werden. In den Polizei- und Zeitungsberichten, die den tausendfachen Bruch des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit damit begründeten, dass die Polizei VOR dem Angriff mit Gegenständen beworfen wurde, kann man in diesem Video sehen, dass die Polizisten zwar beworfen werden, aber erst NACHDEM sie die friedliche Demonstration gestoppt und angegriffen haben.

Da nur der anwesende Polizeisprecher zu den Vorgängen befragt wurde, verbreitete sich binnen von Minuten in der Medienwelt die Geschichte von den Demonstranten, die ohne Erlaubnis und mit viel Gewaltbereitschaft losgelaufen seien. Dies ist und bleibt schlichtweg eine Lüge! Wie Publikative.org berichtet, ist davon auszugehen, dass es sich bei den Angriffen gegen die Demonstranten um einen politischen Hintergrund handeln muss, da sich die Polizei bei solchen massiven Grundgesetzbrüchen bei dem Innensenator rückversichern würde.Denn selbst wenn es vereinzelt zu Straftaten kommt, wie etwa Pyrotechnik oder Flaschenwürfen, MUSS die Polizei Verhältnismäßigkeit wahren und einzelne Straftäter möglichst angemessen und friedlich aus der Demonstration entfernen, um den restlichen Teilnehmern eine friedliche Demo zu ermöglichen.

„In jedem Fall zeigen die Ereignisse in Hamburg aber, wie einfach sich medial eine “Schuldfrage” spielen lässt, wenn Vertreter der Mainstreampresse nicht die realen Ereignisse vor Ort bewerten, sondern Polizeipressesprechern qua Amt eine hohe Glaubwürdigkeit zuweisen und deren Ausführungen dann eins zu eins übernehmen. Die Kommunikation und Pressearbeit von Demonstrationsbündnissen kann da einfach nicht mithalten, und hat nach einer gewaltheischenden Vorberichterstattung wie in Hamburg auch keine Chance, ernst genommen zu werden. Am Ende bleiben böse Demonstranten, die Krawall machen und 82 Polizisten verletzen. Von hunderten verletzten Demonstranten, Polizeigewalt und Grundrechtsverletzungen wird kaum jemand berichten.“
Quelle: http://www.metronaut.de/2013/12/hamburg-die-maer-der-angreifenden-demonstranten/

„Das ist erst der An­fang“, sagte einer der Red­ner am Laut­spre­cher­wa­gen. “