Archiv für Dezember 2014

Der Rattenfänger von Ingolstadt

Zum Originalartikel: #PEGIDA Honeypot Ingolstadt – FCK PGDA! #nopegida #schneegida

Mit großer Freude entdeckten wir heute, am 29.12.2014, auf einem Blog der Ingolstädter Piratenpartei bzw. eines hiesigen Mitglieds dieser, einen Artikel zur Ingolstädter Pegida, der Pegida Ingolstadt.

Schon lange war uns die rechtspopulistische Facebookseite „Pegida Ingolstadt“ bekannt, doch was nun veröffentlicht wurde, überraschte sogar uns.
Das komplette Sammelbecken oder, wie es der Autor nennt, „Honeypot“ (Honigtopf) für das angebliche Volk war eine ausgeklügelte False-Flag-Aktion.
In seinem Artikel beschreibt er die Vorgehensweise, möglichst schnell möglichst viele „Patrioten“ und „Heimatschützer“ zu ködern.

Man bediene sich der Medien,die laut Pegida-Anhängern – im Gegensatz zu den Mainstream-Medien oder „Lügenpresse“, wie sie sie auch nennen – immer die Wahrheit verbreiten. Dabei handelt es sich unter anderem um einschlägige Blogs aus dem rechten und rassistischen Milieu, wie Pi-News oder dem Verschwörungsverlag
„Kopp-Verlag“. Dabei wird wieder einmal klar dass sich die Anhänger medial absolut abschotten und sich somit auf kurz oder lang in ihrer eigenen Welt befinden.

Alles, was an Informationen von außen an sie heran tritt, kommt von „DER Antifa“ und den vom Staat und der NATO gelenkten Medien. Außerdem skandiert und postet man gezielt gelogene und falsche oder verfälschte Nachrichten und Artikel. Diese werden meist von den eben genannten Blogs und Verlägen neu aufbereitet und verbreitet. Dabei handelt es sich um Zeitungsenten wie das Verbot des Weihnachtsmarktes in Kreuzberg oder das muslimische Lieder bei Christmetten gesungen werden müssen. Jedem normalen Menschen müsste hier auffallen dass er für dumm verkauft wird. Obwohl auch sehr viel auf den Springer-Verlag geschimpft wird, bedient man sich mancher BILD-Artikel, man bedient sich der „Lügenpresse“, sofern sie im eigenen Interesse schreibt.

Ferner, und das ist seit Anbeginn der Zeit das wichtigste Mittel um politisch verwirrte Menschen um sich zu scharren: Angst. Man sucht sich politische Feindbilder und beschließt dogmatisch, dass von ihnen Gefahr ausgeht – jenseits jeglicher Realität natürlich. Für die Abendlandretter handelt es sich hierbei natürlich in erster Linie um den Islam, Flüchtlinge (vorzugsweise aus muslimischen Ländern), der germanophoben Antifa und natürlich Staat, NATO und USA. Befolgt man diese Zutaten, erhält man den perfekten Honigtopf für Neonazis, Rassisten, politisch verwirrte und ungebildete Bürger sowie Verschwörungstheoretiker.

Obwohl man besonders in Dresden auf den Pegida-Demonstrationen propagiert, dass man auf keinen Fall rechts ist und auch mit Neonazis nichts zu tun haben will, wird dem Autor des Blogs bei seinen Recherchen schnell klar, dass es auffällig viele Überschneidungen zwischen den Likes der Ingolstädter Pegida-Gruppe und der rassistischen Facebook-Gruppe gegen die geplante Asylbewerberunterkunft im nahegelegenen Oberstimm gibt.

Entgegen der Behauptung der Pegida-Anhänger, dass es sich um eine friedliche und gewaltlose Bewegung handelt, findet man auch in der Ingolstädter Gruppe offensichtlich mehr als gewaltbereite Vaterlandsverteidiger. So hat ein Anhänger Bilder von sich in Sturmmaske auf Facebook, während ein Anderer in der Gewaltfantasie schwelgt, mit seinem Paintballgewehr das Erstaufnahmelager für Flüchtlinge am Audi-Sportpark zu besuchen. Ähnlich sieht es auch bei anderen Anti-Islam-Gruppen wie Pegida (Dresden), Mügida (München) und Co. aus. Ein gefährliches Gemisch aus ungebildeten Bürgern, gewaltbereiten Neonazis und Rechtspopulisten, die ihre wahren Absichten noch immer im Hintergrund halten.


    FCK PGDA – IHR SEID NICHT DAS VOLK

    Systemkritik und der Kampf für eine bessere Politik kann nur funktionieren, wenn man die Schuldigen nicht bei Minderheiten wie Muslimen und den Ärmsten der Gesellschaft wie Flüchtlinge sucht.

Wir danken dem Autor des Artikels und hoffen, dass es nicht die letzte Aktion dieser Art war.

#NOBAGIDA

#Nobagida
Quelle:http://nobagida.blogsport.eu/
Seit einigen Wochen formiert sich in Deutschland eine Bewegung, die angeblich nur ihre Sorgen
über eine angebliche „Islamisierung des Abendlandes“ ausdrücken möchte, tatsächlich aber offensiv
gegen Flüchtlinge, Migrant_innen und muslimische Menschen hetzt.

Ausgehend von Dresden, wo unter dem Kürzel „Pegida“ mittlerweile weit mehr als 10.000 Menschen ihren
Rassismus und Nationalismus propagieren, haben sich Ableger in diversen anderen Städten gegründet.

Unter dem Namen „Bagida“ ist eine solche Aktion nun auch für München geplant, wobei der genaue Termin noch nicht feststeht.
Bei dieser Sammlungsbewegung handelt es
sich nicht nur um klassische Nazis, Rechtspopulist_innen und andere bereits als rechts bekannte Gruppierungen.

Doch dass diese Vorstellungen auch von „ganz normalen Bürger_innen“ auf die Straße getragen werden, macht ihren Rassismus
nicht weniger bedrohlich, sondern zeigt, wie weit menschenverachtende Einstellungen in die so genannte Mitte der Gesellschaft reichen.

Verhindern wir diese rassistische und nationalistische Hetze in München!

Die weit über hundert rassistisch motivierten Morde seit der Wiedervereinigung, die Terrorakte des NSU und die in jüngster
Zeit zunehmende Zahl von Anschlägen auf vermeintlich Nicht-Deutsche zeigen, wie schnell rechte Einstellungen in furchtbare
gesellschaftliche Realität umschlagen können.

Kein Bagida-Aufmarsch in München! Gegen Rassismus und Nationalismus! Für eine offene, solidarische Gesellschaft!