Archiv für Februar 2015

„Schießt nicht auf Arbeiter!“

Auf streikende polnische Bergarbeiter wurde geschossen, hier ihr Apell:

Polen:
Appell der polnischen Bergarbeiter:
Schießt nicht auf Arbeiter!
Missbraucht nicht staatliche Institutionen gegen Streikende!

Am 12. Februar hat das Gericht den Streik von Tausenden Bergarbeitern vom Kohlekonzern „Jastrzębska Spółka Węglowa“ im Süden Polen als illegal erklärt.
Am gleichen Tag marschierten die Frauen und Kinder dieser Kumpel durch die Stadt, um ihre Männer und Väter zu unterstützen.
Die Regierung schreckt vor nichts zurück, um den seit 16 Tagen andauernden Protest zu brechen.
Sie hetzte auf die Bergarbeiter Spezialeinheiten der Polizei, die mit einer außergewöhnlichen Brutalität versuchten den Protest zu unterdrücken in dem sie Feuerwaffen, Wasserwerfer und Tränengas grundlos einsetzen.

Über 20 Bergarbeiter wurden verletzt, davon einige schwer. Gleichzeitig leitet die Staatsanwaltschaft Verfahren gegen die Organisatoren des Streiks ein.
Sie drohen ihnen für die finanziellen Verluste der Firma in Folge der Proteste aufzukommen.
Unter ihnen ist Krzysztof Łabądź, ein Gewerkschafter, der wegen seines Einsatzes schon oft Repressalien ausgesetzt war, er ist auch vor sieben Jahren der Streikführer bei der Zeche „Budryk“ gewesen. Die Streikenden verlangen die Absetzung des Geschäftsführers des Konzerns Jarosław Zagórowski, deren Amtsführung den Konzern in den Kollaps führen.

Obwohl die Regierung über die Hälfte der Anteile besitzt ist nicht bereit darauf einzugehen. Die Bergleute und ihre Familien sind fest entschlossen:
sie verteidigen ihre Arbeitsplätze, aber auch das Recht aller polnischen Arbeiter zu Protesten.
Wir appellieren an alle Gewerkschaften und soziale Bewegungen Europas uns bei unserem Kampf zu unterstützen.
Sendet Briefe zur Unterstützung. Nur eine internationale Solidarität, kann ähnlich wie für Griechenland, das Diktat der neoliberalen Regierungen brechen!

Nur gemeinsam können wir unser Haupt dieser asoziale Offensive in Europa entgegenstellen!

Bogusław Ziętek
Vorsitzender des Freien Gewerkschaftsverbandes „August 80“
Przewodniczący Wolnego Związku Zawodowego „Sierpień 80”

Bitte die Briefe zur Unterstützung zu richten an:
mailto:darekzal74@gmail.comdarekzal74@gmail.com
https://www.youtube.com/watch?v=V08s6YIKC-8

„Die Menschen wollen ein glückliches Leben…“

Ein Brief aus der Flüchtlingsunterkunft in der Kaserne in Manching -Oberstimm.
Dieser Brief wurde von Menschen verfasst, die in der Kaserne untergebracht sind und von uns übersetzt.

Das Camp ist 6 Kilometer von der Stadt entfernt, ein Camp voller verschiedener, gestresster Menschen, die nur essen und schlafen.

Frauen und Männer benutzen die selben Toliletten und Baderäume.

Die Menschen kämpfen um Essen, kämpfen um Cola.
Das Essen ist sehr schlecht.

Menschen verschiedenster Coleur, jeden Tag der Langeweile ausgesetzt.Zu weit entfernt von den Supermärkten.Kein Respekt untereinander.
Menschen aus verschiedensten Ländern und nicht miteinander glücklich und nicht glücklich mit der Weise wie sie in dem Camp leben.Sie werden wie Tiere gehalten.Es gibt zu viele Probleme an diesem Ort.

Sie wollen Deutsch lernen.Die Menschen streben nach Glück, aber sie haben Probleme und es ist nicht leicht für sie.

Es ist ein Kampf an Geld zu kommen.Es ist so schwer in dieser Situation zu überleben. Die Belastungen sind zu hoch, das war nicht der Grund und die Hoffung, warum die Menschen kamen, sie wollen keine Probleme.

Dennoch kommt oft die Polizei und unterhält sich mit den Sicherheitskräften.Die Menschen wollen ein glückliches Leben in diesem Land, sie kommen hier her , damit sie die Vergangenheit vergessen können , und dass in ihren Ländern Frieden herrscht.

Menschen aus dem Camp.

Anmerkung larainfo:
-Laut unseren Informationen wird einmal am Tag Essen in die Kaserne geliefert- es kommt morgens, ist kalt und schwer genießbar.
-Die Duschen sind nicht absperrbar.