Spontane Mahnwache in Hepberg

Am Samstag, den 18. April, versammelten sich spontan ca. 40 Antifaschist/-innen in Hepberg.
Grund dafür war unter anderem auch der Brand eines Containers am Ortsrand, in dem die Unterbringung von Flüchtlingen geplant ist.
Allgemein ist es an der Zeit, in der Region vermehrt Zeichen zu setzten und Menschen zu sammeln, die sich gegen Rassismus und Hetze einsetzten.

Immer wieder tauchen im Umland und im Stadtgebiet Schmierereien mit rassistischem und rechtsradikalem Inhalt auf, und auch online hetzt der Mob munter gegen Geflüchtete.
Wir wollen dieser Entwicklung nicht schweigend zusehen und machten mit der Aktion am Samstag wieder deutlich, dass wir aktiv sind und auch jederzeit bereit sind, einzugreifen.

Die Kundgebung wurde spontan organisiert und fand in Hepberg auf dem Kirchenvorplatzt statt, der vom Pfarrer der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde.
Im Verlauf der Kundgebung wurden mehrer Redebeiträge gehalten ( von Linksjugend ’solid, der Gruppe „La Resistance“ und der Linkspartei). Auch der anwesende Pfarrer nutze die Möglichkeit für ein paar kurze Worte.

Wir freuen uns, dass wir spontan ein Zeichen setzten konnten, und hoffen, dass wir duch die Aktion eine Diskussion anregen konnten.

Nazis gibt’s in jeder Stadt – bildet Banden, macht sie platt!

Insgesamt wurden 500 Flugblätter verteilt , die den Vorfall thematisierten. Der Text dieser Flyer ist hier zu lesen:

Zuerst brannten Bücher
….dann die Häuser … und dann wurde gemordet!

Heute zünden sie wieder Behausungen an!
Weil die Menschen die in ihnen wohnen
sollen keine Deutschensind!

Bürger Hepbergs!
Was vor einigen Tagen bei euch geschah, ist für jeden vernünftigen
Menschen beschämend! Wie unglaublich
erbärmlich muss man seinwenn man versucht Wohnbaracken anzuzünden?

Baracken in denen Menschen leben werden,die aus Todesangst, vor Krieg und Terror, geflohen sind und bei uns
Schutz suchen. Schaut so das bayrische Motto, „Leben und Leben lassen“ aus?

Sieht sounsere viel beschworene bayrische Gastfreundschaft aus?
NEIN!!!

Es ist eine Schande, dass unter uns Menschen leben, die einen
Wohncontainer anzünden, und dann behaupten, sie tun das weil sie „stolzeDeutsche“wären.

Wer es nötig hat gegen Menschen zu hetzen,die oft nicht mehr haben
als die Kleidung an ihrem Leib, der braucht nicht behaupten auch nur einen Funken
Anstand noch zu haben!

Hepberger! Dieses schändliche Verbrechen
darf nicht ohne Antwort blei-ben!
Auf Brandstiftung stehen bis zu zehn Jahre
Gefängnis!

Helft dass
diese feigen braunen Ratten
die Strafe bekommen die sie verdienen!

Macht deutlich,dass für Menschenverachtung und Hass in Hepberg kein Platz ist!

LA RESISTANCE
antifaschistische Gruppe Ingolstadt