Archiv für Juni 2015

Ingolstadt ist bunt!

Ingolstadt ist bunt

10. Juni 2015

Das neu gegründete Aktionsbündnis „Ingolstadt ist bunt“ will der im Stadtteil Niederfeld geplanten Sonnenwendefeier des NPD-Landesverbandes am kommenden Samstag ein „Fest gegen Rechts“ entgegensetzen. Die Aufrufer des Aktionsbündnisses sind: Bündnis 90 / Die Grünen Ingolstadt, DGB Ingolstadt, DIE LINKE. Region Ingolstadt, Die PARTEI Ingolstadt, Gioventù Ingolstadt (Fangruppe ERC Ingolstadt), Gruppe La Résistance (LARA) Ingolstadt, Südtribüne Ingolstadt (Fans des FC Ingolstadt 04).

Das „Fest gegen Rechts“ soll am Samstag, den 13. Juni von 17:00 bis 19:00 Uhr auf dem Sportgelände des FC Niederfeld mit buntem Programm und Musik stattfinden.

Unter anderem sind Redebeiträge von Katharina Schulze (MdL, Bündnis 90 / Die Grünen) und Eva Bulling-Schröter (MdB, DIE. LINKE) vorgesehen.

Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, ihren Protest zu zeigen!

Gestern München Morgen nach Garmisch!

Nachdem sich auf einer Aktionskonferenz die Mehrheit der Teilnehmer/-innen
für Garmisch als Ort für die Großdemonstration ausgesprochen hatte, riefen große Nicht-Regierungs-Organisationen zu einer Demonstration in München gegen den G7-Gipfel in Elmau auf.

Heute demonstrierten nach verschiedenen Angaben 34.000 – 40.000 Menschen in München gegen das Treffen der G7 in Elmau.
Während der Auftaktkundgebung und der Demo wurde Mobilisierungsmaterial für die Großdemonstration am Samstag in Elmau verteilt.
Das Material stieß auf reges Interesse, oft waren Sätze zu hören wie „Von da kommen wir gerade!“ oder „Ja am Samstag sehen wir uns!“
.
Nach einer langen Auftaktkundgebung, bei der unter anderem auch Abgeordnete von den Grünen und der Linkspartei sprachen, formierte sich der Demonstrationszug. Nach kurzer Zeit bildeten sich zwischen den Lautsprecherwägen der Linkspartei und der SDAJ mehrere selbstorganisierte Reihen, diese wurden auch von Seitentransparenten auf einer Seite flankiert, später kamen noch mindestens zwei Transparente hinzu, die an der Front des „Blocks“ getragen wurden.

So in einem kleinen „Block“ organisiert, kamen mehrere Sprechchöre, Gesänge und Parolen zustande, welche sich inhaltlich unter anderem mit Bleiberecht, Refugees, Repression, Tierrecht, Antikapitalismus und Antifaschismus befassten. Teilweise wuchs der „Block“ auf eine beachtliche Größe an. Obwohl die seitliche Reihe von Polizist/-innen in Uniform und Bullen in Zivil zeitweise dichter wurde, kam es zu keiner körperlichen Konfrontation. Für ein Spalier oder einen Wanderkessel gab es kaum Anzeichen.

Die Reihen waren fast durchgehend dicht geschlossen und in den meisten Fällen liefen bürgerlich wirkende Demonstranten, teilweise mit Kinderwägen an den Seiten, mit. Damit wäre ein Zugriff von Seiten der Polizei für die Öffentlichkeit nur schwer vermittelbar gewesen.

Trotz der Hitze blieben die Reihen bis zum Ende der Demonstration am Odeonsplatz laut und kämpferisch. Wegen der Hitze öffnete die Münchner Feuerwehr Hydranten, und Polizist/-innen gaben Plastikbecher an die Demonstranten aus. Das Gratiswasser wurde von einigen Teilnehmer/-innen mit Nachdruck abgelehnt.

Zwei junge Bagida Anhänger versuchten sich unter die Reihen im selbstorganisierten „Block“ zu mischen und wurden daraufhin von Antifaschisten von der Demonstration verwiesen.

Der Bayrische Rundfunk berichtet:
„Für einen kleineren Zwischenfall sorgten zwei Aktivisten am Hauptbahnhof: Sie kletterten an der Galerie nach oben und entrollten ein Plakat gegen den G7-Gipfel. Die Bahn ließ die Aktion zunächst zu, doch dann kamen Kletterer der Bundespolizei zum Einsatz: Sie holten das Plakat samt den Aktivisten wieder nach unten. „

Wir solidarisieren uns mit der Aktion und rufen deutlich dazu auf, spätestens am Samstag nach Garmisch zu fahren!
Fight Capitalism – Stop G7!