Archiv für Juli 2015

Erneut Brandanschlag auf baldiges Flüchtlingsheim in Ingolstädter Region

Es ist noch nicht lange her, da brannte am 18.April ein Wohncontainer am Rande Hepbergs.

Die Motive standen schnell fest, da er eine Bleibe, ja ein Zufluchtsort für Flüchtende aus den Krisengebieten dieser Welt werden sollte.
Nun passierte es wieder. In der Nacht auf Donnerstag, den 16.Juli, brannte der Gastraum des ehemaligen Gasthofes in Winden nieder, der zukünftig als Unterkunft für Flüchtende dienen sollte.

Es sollten Anfang September 67 Flüchtlinge untergebracht werden. An zwei Eingängen wurden Anzeichen gefunden, dass das Feuer um ca. 2 Uhr nachts mutwillig gelegt wurde. In der Vergangenheit war das werdende Flüchtlingsheim scharfer Kritik seitens der Dorfbevölkerung ausgesetzt, es ging um die damals 130 Refugees, die in das 830 Einwohner Dorf ziehen sollten. Man zeigte sich vereinzelt rassistisch, vorurteilsgeladen oder einfach nur als „besorgter Bürger“.

Es ist eine traurige Entwicklung, die unsere Region dieses Jahr durchmacht. Seit Anfang des Jahres kam es zu mehreren Hakenkreuz-Graffitis in Mailing und Baar-Ebenhausen, sowie zu einem Brandanschlag in Hepberg , wie oben bereits berichtet. Auch wurden in Ingolstadt schon kontroverse Diskussionen geführt, sei es zu Diskoverboten für Asylsuchende, Buslinien, die sie nicht benutzen dürfen und einer braunen Bürgerwehr, initiert von der NPD

Wie diese Entwicklung weiter geht, ist abzuwarten. Derzeit kursiert im Internet eine von der Neonazi-Partei „Der Dritte Weg“ angelegte Google-Maps-Karte, auf der alle Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland markiert werden. Eine Anleitung zur Brandstiftung, wenn man so will. Und Google lässt sich mit der Überprüfung seit nun mehr als 7 Monaten Zeit.

Spätestens hier wird es Pflicht, Neonazis Einhalt zu gebieten, dort wo der Staat nicht hinsieht bzw. sich nicht dafür zuständig fühlt.

Say it loud,
Say it clear,
Refugees are Welcome here!