Antifa Würzburg gegründet!

Wir gratulieren zur Gründung und wünschen viel Erfolg!
Hier dokumentieren wir die Gründungserklärung, die so auf Indymedia Linksunten veröffentlicht wurde:

antifawü

Warum eine Antifa Gruppe in Würzburg? Seit Jahren finden regelmäßig Naziaktivitäten in Würzburg statt. Spätestens nach dem zentralen Aufmarschs des Freien-Netz-Süds am 1. Mai 2013 in Würzburg, den wöchentlich stattfindenden Demonstrationen des Pegida-Ablegers „Wügida“ und der sich immer weiter verschärfenden rassistischen Stimmung in der BRD, wurde uns klar, dass es längst überfällig geworden ist eine neue Antifa Gruppe in Würzburg zu gründen, um sich effektiv vernetzen und agieren zu können.

Wer sind wir?

Wir sind eine Gruppe von Aktivist*innen aus Würzburg, die sich zusammengeschlossen haben, um rechten Aktivitäten in unserer Region entgegenzuwirken. Wir holen Faschist*innen und Rassist*innen aus der Deckung und gehen diese an. Dazu betreiben wir Recherche, informieren über rechte Aktivitäten und organisieren Demos und Gegenaktionen bei faschistischen und rassistischen Ansammlungen in unserer Nähe.

Wie sind wir organisiert?

Es gibt es bei uns keine*n Vorsitzende*n, keine Bevollmächtigten, keine Verteter*innen oder keine beschlussfindenden Minderheiten. Alle Entscheidungen werden stattdessen vom Plenum getroffen. Dabei entscheiden wir basisdemokratisch und im Konsens, also im Einvernehmen aller – nicht nach dem Recht der Stärkeren, der Lauteren oder einer bloßen Mehrheit.

Antifaschismus heißt mehr als (nur) Angriff!

Natürlich reagieren wir nicht nur, sondern haben auch eigene Vorstellungen von einer fortschrittlichen Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung, die wir mit antifaschistischer, antikapitalistischer und emanzipatorischer Politik in die Gesellschaft tragen wollen.

Auch begreifen wir den Faschismus als die extremste Konsequenz kapitalistischer Produktionsweise, denn Faschismus ist eine Krisenideologie des Kapitalismus und dieser neigt systembedingt immer zu Krisen. Selektion in nützliches und unnützes Leben, extreme Konkurrenzverhältnisse, das Recht der Stärkeren, ungerechte Macht- und Eigentumsverhältnisse, Schuldzuschreibungen rassistischer und antisemitischer Natur sind Alltag in kapitalistischen Gesellschaften.
Deshalb muss konsequenter Antifaschismus immer auch die kapitalistischen Verhältnisse analysieren und angehen!

Interesse?

Du möchtest mit uns in Kontakt treten? Dann schreib uns doch!
[ Link zum Blog: http://antifawuerzburg.blogsport.eu/ ]