Keine Party für Nazis!

HOGESA wollte vergangenen Sonntag ganz groß in Köln Geburtstag feiern – hat nicht so ganz geklappt.
Die eigene Mobilisierung der Rechten blieb massiv hinter den Erwartungen zurück. So konnten nicht genug Ordner gefunden werden, weil zu wenige nüchterne und nicht vorbestrafte TeilnehmerInnen vor Ort waren.
Die wenigen Live -Musik Beiträge waren gar so schlecht, dass keine Zugabe gewünscht wurde.
Dahingegen folgten mehr als 10.000 Menschen den Aufrufen zu Gegenaktionen.
Es kam zu mehreren direkten Angriffen auf RednerInnen, Busse oder Reisegruppen der Rechten.
Das großmäulig angekündigte Comeback von HOGESA blieb also aus. Doch Nazis brauchen heute keine zentralen Events mehr, um ungestraft prügelnd und „Sieg Heil“– brüllend durch deutsche Straßen zu ziehen.
Zahlreiche Demonstrationen mit bürgerlichem Anstrich sammeln fast täglich Neonazis um sich, darunter auch verurteilte Terroristen wie Karl Heinz Statzenberger in München.
Es sieht momentan so aus als würde HOGESA als zentrale Sammlungsbewegung der radikalen deutschen Rechten wegfallen. Da auch die unattraktive NPD diesem Anspruch schon länger nicht mehr gerecht wird und die Neugründungen „Der dritte Weg“ und „Die Rechte“ bisher eher ein Dasein als Randerscheinungen fristen, bleibt abzuwarten, welche dieser Gruppierungen in Zukunft die Führungsrolle übernimmt.
Keine Party für Nazis – nirgends.
Nationalismus ist keine Alternative!