Über 130 gegen Polizeigewalt

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Am Samstag, den 8. Oktober 2016, folgten über 130 Personen dem Aufruf verschiedener Ingolstädter Gruppen und versammelten sich zur Demonstration gegen Polizeigewalt und Repression am Westfriedhof in Ingolstadt.

Schon um 19:30 Uhr hatten sich über hundert, zumeist junge, Leute am Parkplatz vor dem Westfriedhof versammelt. Um 20:00 Uhr zogen wir vom MTV Ingolstadt mit einem Lautsprecherwagen los in Richtung des Kreuztors.

Zur Zwischenkundgebung stoppte die Demo am Münster, um nach kurzen Redebeiträgen von „La Resistance“ Ingolstadt, Supporters Ingolstadt (FCI- Fangruppe) und der FDJ Ingolstadt in Richtung des Rathausplatzes über die Fußgängerzone weiterzuziehen. Unsere Demonstration endete schließlich gegenüber vom Alten Eisstadtion an der Jahnstraße und wurde dort aufgelöst.

Während der Demonstration wurden zwei Personen, die sich auf dem Weg zu der angemeldeten Kundgebung befanden, von Beamten aufgehalten. Einer Person wurde vorgeworfen, Aufkleber mit Aufruf zur Straftat verklebt zu haben, der anderen Person wurde von einem Beamten ohne Angabe von Gründen das Handy aus der Hand gerissen, und nach dem Grund gefragt, antwortete der Beamte: „Hören sie auf zu schreiben!“. Diese Situation zeigt wieder einmal, dass Polizeiwillkür kein Einzelfall ist und Aufklärungsarbeit diesbezüglich wichtiger ist denn je.

Es ist als Erfolg zu werten, dass es bereits zum dritten Mal gelungen ist, mit Fan-Gruppierungen von Eishockey und Fußball (ERC und FCI) eine gemeinsame Demonstration gegen Polizeigewalt und Repression zu organisieren. Der Aspekt der Solidarität untereinander wurde durch das Demonstrationsmotto „You‘ll never walk alone!“ verdeutlicht, welches auch durch drei Hochtransparente auf der Demonstration präsent war. Wir werden an der Thematik dranbleiben und auch in Zukunft unseren Protest zu diesen und anderen Themen auf die Straße tragen. Natürlich müssen und werden wir auch selbstkritisch unser weiteres Vorgehen diskutieren und klären.

Gegen Polizeigewalt und Repression – „You‘ll never walk alone!“
ynwa