Solidarität mit Afrin – Solidarität mit Rojava!

Solidarität mit Afrin – Fight Siko!
Am 10. Februar fand in Ingolstadt eine Demonstration für Afrin im Norden Syriens statt, bereits eine Woche zuvor hatten sich rund 150 Personen zu einer Kundgebung für Afrin am Paradeplatz versammelt.
Es beteiligten sich über 200 Personen.
Die Demonstration zog vom Brückenkopf zum Paradeplatz und endete dort mit einigen Redebeiträgen und Musik.
Wir nutzten die Demonstration um in einem Redebeitrag auf die Proteste gegen die Nato- “ Sicherheitskonferenz“ in München hinzuweisen.
Solidarität mit Afrin!
Solidarität mit Rojava!

Stop Wars – Fight Siko!

Auch derzeit finden Kriege statt, in denen deutsche Waffen an vorderster Front eingesetzt werden.
Ins kurdischen Kanton Afrin rollen in diesem Moment deutsche Panzer. Hergestellt von deutschen Rüstungsunternehmen, weitergegeben von der deutschen Regierung an den Nato-Partner Türkei, und zur Bereicherung des deutschen Imperialismus.
Die einzigen demokratischen Errungenschaften im Nahen Osten, die vom kurdischen Volk erkämpft wurden, sollen nun zerschlagen werden. Unter dem Deckmantel den sogenannten Islamischen Staat zu bekämpfen verfolgte das türkische Palastregime von Anfang an das Ziel Kurdinnen und Kurden zu unterdrücken, und die türkische Bevölkerung gegen den Feind im In- und Ausland einzuschwören.
Djihadistische Söldnergruppen aus allen Ecken der Welt werden vom türkischen Regime, neben den eigenen Soldaten in die selbstverwaltete Region geschickt, um diejenigen, die die Barbarei der Islamisten erfolgreich bezwangen, auszurotten.

Die Kurdinnen und Kurden haben in ihren Gebieten einen Ort geschaffen, der wohl der für Frauen und syrische Binnenflüchtlinge, sicherste Platz im Nahen Osten ist. Die Menschen die dort im sogenannten Rojava leben, organisieren sich basisdemokratisch in Räten in denen ethnische Gruppenzugehörigkeit keine Rolle spielt.
Rojava ist außerdem im Begriff, einen Staat aufzubauen, der anhand von Ökologie wirtschaftet, nicht anhand von Maximierung der Profite der Fabrikbesitzer.

Dem türkischen Staat ist das selbstverständlich ein Dorn im Auge. Dieser Krieg hat das Ziel sämtliche demokratischen und ökologischen Errungenschaften, die gegebenenfalls im Gesamten Gebiet Schule machen könnten zu zerstören.

Des weiteren versucht das AKP-Regime die kurdische Existenz im eigenen und den umliegenden Ländern zu vernichten indem sie gezielt zivile Strukturen wie Wohngebiete und Krankenhäuser bombardieren. Der Hintergrund dieser Bombardements ist das Erzeugen einer kurdischen Fluchtbewegung, die den Raum für arabische Siedler freigeben sollen. So rechtfertigt Erdogan seinen Krieg gegen den sogenannten Terror vor dem eigenen Volk.

Als Kanonenfutter dafür dient die Freie Syrische Armee, ein Zusammenschluss aus Überresten von Al Nusra, IS und anderen internationalen djihadistischen Söldnern. Ironischerweise mussten sich die Kurdinnen und Kurden vor selbigen in den letzten Jahren fast am selben Ort verteidigen. Doch jetzt ist auf Unterstützung der westlichen Koalition nicht zu bauen.

Durch die Gefangennahme von Agenten des türkischen Geheimdienstes konnten umfangreiche Informationen über die strategische Zusammenarbeit des IS und der Türkei gewonnen und veröffentlicht werden.

Solche Auseinandersetzungen sind in derartigen Regionen nicht unüblich. Allen voran steht oft der deutsche Imperialismus, der stets den Krieg als Mittel des Exports von Kapital in die von Krieg getroffenen Regionen, und zur Stärkung der Rüstungsindustrie verwendet. Der Kapitalismus braucht den Krieg wie ein Kranker die Heilung.

Menschen sterben durch deutsche Bomben und alle schweigen. Alle schweigen auch wenn sich Vertreter der Rüstungsindustrie und Staatschefs imperialistischer Länder im bayerischen Hof treffen um darüber zu diskutieren wie im nächsten Jahr Sicherheitspolitik aussehen soll. Dass mit dieser bürokratischen Floskel die Sicherheit ihrer Profite und des Kapitals gemeint ist, muss uns allen klar sein.

Deshalb Heraus zur Demonstration gegen diese Nato-Sicherheitskonferenz in München!
Hinein in den antikapitalistischen Block!
Solidarität mit Rojava und Afrin!

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