Gegen die Frühjahrestagung der ZFI!

Am Samstag, den 16. Juni, gemeinsam gegen die Tagung der ZFI!

Die selbsternannte Zeitgeschichtliche Forschungstelle Ingolstadt dient als Scharnier zwischen konservativen und rechtsradikalen Kreisen.

Die Referenten auf der Tagung am 16.Juni in der Ingolstädter VHS sind entweder Autoren für das rechte Blatt „Junge Freiheit“, das unter anderem auch Udo Voigt als damaligen NPD-Vorsitzenden interviewte, oder waren bereits Referenten am sogenannten „Institut für Staatspolitik“, das als Denkfabrik der Neuen Rechten gilt bereits Martin Sellner von der Identitären Bewegung aus Österreich zu Gast hatte.

Folgende Referate sind vorgesehen:.

„Das Südtirol-Problem: Zwischen Freiheitskampf und Autonomielösung“
Dr. Helmut Golowitsch (Linz/Donau)
ist ein vormaliger Aktivist der neonazistischen NDP und ehemaliges Mitglied der Linzer Burschenschaft „Arminia Czernowitz“.
Unter anderem hielt er Vorträge für die fremdenfeinliche FPÖ in Östereich und veröffentlichte ein Buch mit dem Titel „Südtirol – Opfer für das westliche Bündnis“,
das auch über den Onlineshop des neurechten Verlages Antasios zu bestellen ist.

„1968: Anatomie einer Revolte und ihre Folgen – 50 Jahre danach“
Prof. Dr. Felix Dirsch (München)
Der Stipendiat der CSU ist unter anderem als Autor für die neurechten Zeitungen Junge Freiheit und Sezession tätig, als Referent war er auch bei der Münchner Burschenschaft Danubia geladen, die auch den Holocaustleugner Horst Mahler als Referent zu Gast hatte.

„Schutzrecht oder Privileg? Das Nationalitäten- und Volksgruppenrecht“
Konrad Badenheuer (Berlin)
war während des Studiums Vorsitzender der Bonner Gruppe des „Ring Christlich-Demokratischer Studenten“ – der Hochschulgruppe der CDU/CSU, später Mitarbeiter des CDU-Bundestagsabgeordneten Heinrich Lummer und Redakteur beim CSU Parteiblatt „Bayernkurier“.
Später war er Chefredakteur der Preußischen Allgemeinen Zeitung.

Während der SPD-Politiker und Publizist Stephan Braun die Zeitung ebenfalls als Publikationsorgan der Neuen Rechten ansieht, verfasste der ehemalige bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer 2010 anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Zeitung ein Grußwort, in dem er ihr attestierte, „klar und kantig, in gut preußisch-konservativer-aufklärerischer Tradition“ zu stehen.

Laut dem Journalisten Anton Maegerle erfüllt das Blatt, eine „Scharnierfunktion“ zwischen „Rechtskonservatismus“ und Rechtsextremismus. Davon zeugten unter anderem holocaustrelativierende Beiträge, die Forderung nach einem „Schlussstrich“ unter der deutschen Vergangenheitsbewältigung und die große personelle Überschneidung mit neurechten Publikationen und Organisationen. Haug von Kuenheim bescheinigte der Zeitung, einem „strammen Rechtskurs“ zu folgen.

Die Herausgeber bezeichnen die Ausrichtung der Zeitung als „preußisch-wertkonservativ“, ihr Grundsatz sei „preußisch korrekt statt politisch korrekt“. Die Zuordnung zur Neuen Rechten bezeichnet die PAZ als abwegig“

Am Programm zeigt sich deutlich, wie sehr CDU und CSU in das Milieu verstrickt sind, das die ZFI anspricht.
Die Tagung beginnt um 8:45Uhr, daher startet die Kundgebung um 8:30 Uhr.

ZFI abschalten – den rechten Schulterschluss brechen!
Braunen Filz auflösen!


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