Archiv für Mai 2019

Der Tag der Befreiung in München

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Quelle: Antifaschistischer Aufbau München
Trotz Nieselregen folgten ca. 100 Menschen dem Aufruf am 08. Mai den Tag der Befreiung mit einer Demonstration zu feiern.
Größtenteils ohne Hindernisse konnte die Demo laut und kraftvoll zum Platz der Opfer des Nationalsozialismus ziehen.

Nur die Polizei konnte sich auch am 8. Mai eine kleine Provokation nicht verkneifen und versuchte uns am Polizeipräsidium Etstraße, nach einem Redebeitrag zur Rolle der Polizei im Nationalsozialismus, mit einem Seitenspalier einzuschließen. Durch die Weigerung sich in dieser Form weiterzubewegen konnten die Cops allerdings gezwungen werden, sich von der Demo zurückzuziehen.

Nach einer Schweigeminute und einem Redebeitrag am Platz der Opfer des Nationalsozialismus, kam es bei der Abschlusskundgebung am Odeonsplatz noch zu einem kleineren Zwischenfall, als der Münchner PEGIDA-“Chef” Heinz Meyer auftauchte. Nachdem er von den anwesenden Antifaschist*innen erkannt wurde, musste er sich allerdings unter Polizeischutz in die U-Bahn fliehen.

Der 08. Mai 2019 war ein wichtiger erster Schritt um ein würdiges Gedenken an die Befreiung vom Nationalsozialismus auch in München wieder seinen gebührenden Platz einzuräumen und ein guter Start für die nächsten Jahre.

Gegen die EU der Banken und Konzerne! Am 19.5. auf die Straße!

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Viele Menschen werden am 19.05., eine Woche vor den EU-Wahlen, bundesweit auf die Straße gehen, um gegen Rassismus, für Solidarität, Freiheitsrechte und Umweltschutz zu protestieren.

Aber die Realität zeigt uns, dass die EU keine Verbündete ist im Kampf um sichere Fluchtrouten, für ArbeiterInnenrechte oder gegen den Klimawandel. Im Gegenteil: die EU wurde als Machtblock aufgebaut, der die wirtschaftlichen und politischen Interessen der Herrschenden vertritt. Eine grundlegende Änderung dieser Machtverhältnisse ist innerhalb der gegenwärtigen EU-Strukturen nicht vorstellbar. Der Kampf für den Umsturz der bestehenden Verhältnisse, gegen Nationalismus und für eine lebenswerte Zukunft muss deshalb auch die Ablehnung dieser EU bedeuten.

Wenn wir ein anderes Europa wollen, wie es in dem Aufruf zur den Großdemos „Ein Europa für Alle“ formuliert wird – humanitär, basisdemokratisch, sozial und ökologisch – dann können wir uns nicht auf eine EU berufen, die nicht für unsere Interessen steht. Dann müssen wir uns selber wehren gegen die Angriffe auf unsere Lebens- und Arbeitsverhältnisse. Wir müssen Widerstand aufbauen gegen den Abbau von sozialen und demokratischen Rechten, gegen Militarisierung im Inneren, gegen Kriege und Waffenexporte, gegen die Abschottungs- und Abschiebepolitik.

Was wir brauchen ist internationale Solidarität in Europa und darüber hinaus. Ob die kämpfende Bewegung in Rojava/Nordsyrien, sozialistische Versuche in Lateinamerika oder die Gelbwesten-Bewegung in Frankreich. All diese Bewegungen sind Teil eines weltweiten Kampfes gegen den Kapitalismus und für eine solidarische Welt.

Und das ist die Seite der Barrikade, auf der wir stehen.

Hoch die internationale Solidarität!

Kommt in den Internationalistischen Block auf der Demo am Sonntag den 19. Mai in München!

Treffpunkt für die Zubringerdemo zusammen mit dem Jugendblock: 11 Uhr, DGB-Haus, Schwanthaler Str. 64