Stonewall was a Riot!

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Stonewall was a Riot!

Im Sommer 1969 wehrte sich die Gay-Community in den USA massiv gegen die ständige Schikane durch Polizeikräfte. Sie hatten es satt Sie hatten es satt, kriminalisiert zu werden. Sie hatten es satt, schikaniert zu werden. Sie hatten die ständigen Razzien und Verhaftungen satt.
Der sogenannte „Stonewall Riot“ im Umfeld des Stonewall Inn in der Christopher Street in New York gilt als Beispiel erkämpfter Selbstbestimmung und wird weltweit jedes Jahr gefeiert.

Und ihre Antwort auf diese – leider bis heute nicht unüblichen – Form der Polizei- und Staatswillkür war der Aufstand als deutlichste Form der Selbstermächtigung. Sie ließen es sich nicht mehr gefallen, von der Gesellschaft als „perverse“ Randgruppe marginalisiert zu werden. Wie so viele in den 60er Jahren waren sie Teil einer radikalen Bürgerrechtsbewegung. Ihre „radikale“ Forderung? Das Recht, als vollwertige Bürger*Innen am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können – ohne Benachteiligung und ohne sich weiter verstecken zu müssen.

Und es ist viel passiert seit dem Sommer 1969 – Mittlerweile dürfen sogar in Deutschland gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen werden, das Gesetz kam trotz Gegenstimmen unter anderem aus den reihen der CDU/CSU durch den Bundestag

Doch die Gegner des Selbstbestimmten Lebens schlafen nicht.
Erst vor ein paar Monaten fand hier in Ingolstadt der Jahreskongress des Forums Deutscher Katholiken statt, einem Verein von erzkonservativen Christ*Innen mit einem ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten als Schirmherr. In einer vom Forum veröffentlichten Resolution wird scharf gegen die Ehe für Alle und Homosexualität polemisiert. Die Ehe zwischen Mann und Frau sei von Gott geschaffen, die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren oder gar eine Aufweichung fest verankerter Geschlechternormen sei nur das Ergebnis einer orientierungslosen Gesellschaft im „Ego-Kult“. Nichtsdestotrotz konnte die Tagung im Stadttheater samt Abschlussgottesdienst im Münster ohne große Gegenwehr stattfinden. Dieses Beispiel zeigt uns wie so oft, dass wir uns beim Kampf für unsere Rechte nicht auf einen Staat, in dem Menschenfeindlichkeit unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit immer häufiger geduldet wird, verlassen dürfen.

Damals wie heute ging es um Selbstermächtigung und das Recht, sich frei zu entfalten und ein selbstbestimmtes Leben zu führen – und damals wie heute legen uns Staat und Gesellschaft oft Steine bei der Erkämpfung dieses Ziels in den Weg – Lasst uns zusammen Grenzen überwinden und weiter für eine befreite, solidarische Gesellschaft kämpfen – One Struggle, One Fight!


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