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Demo gegen Abschiebehaft in Eichstätt

eichstättdemo
Am 11.05. waren wir als Gruppe wie in den Vorjahren in Eichstätt, dieses Jahr auf der Demonstration „100 Jahre Abschiebehaft sind 100 Jahre zuviel“.
Inhaltlich kritisierte die Veranstaltung, die Zustände in der örtlichen Abschiebehaftanstalt und das Prinzip Abschiebung an sich.

Über 200 Menschen folgten dem Aufruf verschiedener Eichstätter Initiativen und Bündnissen um lautstark gegen die menschenfeindliche Abschiebepraxis der BRD zu protestieren.
Verschiedene Redebeiträge von u.a. dem bayerischen Flüchtlingsrat und einem Geflüchteten aus dem Ankerzentrum Bamberg unterstrichen die Kritik der Demo mit persönlichen Erfahrungen aus dem Knast und Abschiebelagern.
Auch wir hielten eine kurze Rede, über die Geschichte der rassistischen Deportation in Deutschland, Fluchtursachen und den Zusammenhang derer mit dem Kapitalismus als zerschlagenswertes System!

Nach der Demonstration kam es zu einer spontanen Solidaritätsaktion vor dem Knast die sich direkt an die Insassen richtete.
Die sollte die Solidarität mit den Knastinsassen für diese so gut wie möglich sichtbar machen.

Sprengt die Knastmauern, es bleiben alle!
Hier findet ihr unseren Redebeitrag:

Seit zwei Jahren sitzen hier in Eichstätt Leute in Abschiebehaft. Diese Menschen werden nicht dort eingesperrt, weil sie ein Verbrechen
begangen haben, sondern nur weil die Regierenden der Meinung sind das sie dieses Land möglichst schnell wieder verlassen sollen.
Man könnte meinen es handelt sich hierbei um eine neue Erscheinung in der Region. Dem ist aber nicht so. Bereits 1920 wurde im Fort Prinz Karl in der Nähe von Ingolstadt ein sogenanntes „Ausländersammellager“ eröffnet um, so der damalige Sprachgebrauch die „lästigen Ausländer“ bis zu Ihrer Abschiebung festzuhalten.
Um den Gefangen jeden Gedanken an die Rückkehr nach Deutschland zu nehmen war die Nahrungsmittelversorgung mangelhaft und Schikanen durch das Wachpersonalgehörten zur Tagesordnung.

Auch wenn sich die Haftbedingungen von früher und heute nicht miteinander vergleichen lassen gibt es dennoch eine Parallele, schon 1920 versuchte Bayern genau so wie die Menschenfeinde der CSU heute Deutschland durch seine harte Gangart zu einer repressiveren und härteren Asylpolitik zu treiben

Wir sagen Schluss mit Abschiebehaft und Ankerzentren!

Es müssen Fluchtursachen und nicht Geflohene bekämpft werden.
Fluchtursachen bekämpfen heißt den Kapitalismus bekämpfen.
Für eine Welt in der niemand fliehen muss.
Hoch die internationale Solidarität

Nächste ZFI – Tagung

Von der Website des geschichtsrevisionistischen Vereins ZFI:

„Einladung
zur ZFI-Frühjahrstagung 2019
mit Vorstandswahl

Samstag, 18. Mai 2019
Ort: Kurfürstliche Reitschule zu Ingolstadt, Rudolf-Koller-Saal, Hallstr. 5

Tagesordnung

09.15 Uhr: Eröffnung und Kurzbericht zur Lage der ZFI
- Wahl eines Versammlungsleiters
- Feststellung der Beschlussfähigkeit
- Neuwahl des Vorsitzenden und des Geschäftsführers
- Verschiedenes

10.00 Uhr: Beginn der Frühjahrstagung

Dr. Dirk Bavendamm:
„Donald Trump und das Ende des Rooseveltischen Zeitalters (Metamorphosen amerikanischer Politik)“
Aussprache

11.30 Uhr: Prof. Dr. Wolf Oschlies:
„Der böhmisch-mährische Knoten – Warum Deutsche und Tschechen nicht zu einander finden“
Aussprache

Mittagspause

14.30 Uhr: Oberst a.D. Manfred Backerra:
„Traditionswürdiges der Wehrmacht“
Aussprache

16.15 Uhr:
Schlussworte und Ende der Tagung.

Mit vielen Grüßen aus dem Rheinland
Gernot Facius
Vorsitzender“

Zu den Referenten:
Dr. Dirk Bavendamm
„Das Buch Roosevelts Krieg 1937 – 45 und das Rätsel von Pearl Harbour wurde von Kritikern als geschichtsrevisionistisch und als Verdrehung der Wirklichkeit gekennzeichnet, da Bavendamm Roosevelt darin eine maßgebliche Mitverantwortung am Beginn des Zweiten Weltkrieges zuweist und gleichzeitig Adolf Hitler von der Verantwortung für die Entstehung des Zweiten Weltkriegs zu entlasten versucht“– Quelle

Oberst a.D. Manfred Backerra

Backerra engagierte sich politisch in der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) und war in den 1990er Jahren ihr Hamburger Sektionsleiter. Seit Ende der 1990er Jahre ist Backerra Regionalleiter der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG) in Hamburg, seit 2015 ihr Vorsitzender.

Im Zuge des Auftritts von Referenten aus dem rechtsextremen Spektrums wie etwa Manfred Roeder an der Führungsakademie der Bundeswehr geriet Backerra in die mediale Kritik. Die Durchführung einer von Backerra als Sektionsleiter der GfW organisierten Veranstaltung zur Leugnung von Wehrmachtsverbrechen in der Aula des Hamburger Verteidigungskommando 10 der Bundeswehr wurde von der Bundeswehr 1999 untersagt. In einer Publikation behauptete Backerra, die SS habe „ritterlich“ und „mit großer Zivilcourage“ gekämpf – Quelle

Prof. Dr. Wolf Oschlies
Ist unter anderem für die rechten Zeitungen Compact und Preußische Allgemeine Zeitung als Autor tätig.

Die selbsternannte Zeitgeschichtliche Forschungstelle Ingolstadt dient als Scharnier zwischen konservativen und rechtsradikalen Kreisen.
Gegen das Treffen sind Proteste geplant – sobald etwas festeht erfahrt ihr das natürlich hier!
ZFI abschalten – den rechten Schulterschluss brechen!
Braunen Filz auflösen!

Weitere Texte von uns zur ZFI:
Aufruf Kundgebung Frühjahrestagung 18
Herbstagung 17
Ankündigung Frühjahrestagung 17
Kundgebung Frühjahrestagung 17